




Die Grevenburg um 1734 auf einem Gemälde
Original (Farbe) in der Burgschenke
Modell der Grevenburg.
Originale des Modells im Mittelmoselmuseum Traben-Trarbach
Blick auf die Grevenburg.
Quelle: Luftaufnahme 1929, Erstellung unbekannt.
Ansicht heute
Quelle: PMS
Die Grevenburg
wurde von Graf Johann III. von Sponheim um 1350 als Passfeste über den Talstern und Ort Traben-Trarbach errichtet. Ab 1437 verwal- teten adelige Oberamtsmänner die Hintere Grafschaft Sponheim für deren Erben und Gemeinherren Baden und Pfalz. Die Burg schützte fast 300 Jahre lang die Umgebung wie ein Schild, den die damaligen Geschütze von unten nicht erreichen und von oben nur überschießen konnten.
Im 17. Jahrhundert zog sie als Passfeste der Pfalz alle Völkerheere magnetisch an und wurde erst von 2000, schließlich von gar 12.000 Mann sechsmal scharf belagert und erobert. Der große Vauban modernisierte und verstärkte sie ab 1687 durch drei kleine Forts auf der gefährlichen Franzosenhöhe und durch den Höllenturm unter der Burg (am heutigen Kriegerdenkmal 1870).
Als Vorfeste des kurzlebigen Mont Royal gingen der Burg 1697 die äußeren Festungswerke wieder verloren. Im spanischen Erbfolgekrieg 1701-1714 eroberten die Franzosen unter Tallard 1702 diesen Moselriegel erneut, wehrten eine Belagerung durch die gegnerischen Verbündeten 1703 ab verstärkten ihn wieder nach Vaubans Plänen, allerdings ohne die drei Oberwerke. 1703 bezwang der hessische Erbprinz Friedrich das Wehrschloß und zwar auf nachdrücklichen Befehl des berühmten englischen Feldherr Churchill-Marlborough. Dann besetzen die Holländer die arg zerzauste Grevenburg und überließen sie im Fried 1714, Trier. Kurtrier reparierte ab 1730 die Kampfschäden, um Koblenz und den Rhein zu decken. Nachdem die Franzosen sie im polnischen Erbfolgekrieg 1734 zum vierten- und letztenmal nach kurzer, schärfster Belagerung unter ihren späteren Kriegsminister Belle-Isle eingenommen hatten, wurde sie im Juli 1734 als letzte der Moselburgen von den Franzosen gesprengt.
Quelle: Gräfin Loretta Stiftung 2007, Meckler u. Partner

