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Dr. rer.pol. Ernst Willen Spies, der Berggeist, wie er sich selbst nannte. Geboren 1898 in Wiesbaden und mit der Familie 1902 nach Traben-Trarbach übersiedelt. nach dem Kriegsdienst 1916-1918, Studium der Staats- und Wirtschaftswissenschaften, Geschichte und Kunst an den Universitäten Halle, Bonn, Köln, Freiburg und Würzburg, erste Dissertation über Postwertzeichen.
Als Privatgelehrter diente er seiner Heimat ehrenamtlich in der Heimatforschung und -bildung, Heimatsammlung, Gestaltung u. Veröffentlichung von Informations- und Museumsführern, Zeitungs- und Zeitschriftenbeiträge; Gestaltung größerer Heimatfeste. 1929-1931... Als erster deutscher Forscher Studien in den Archiven des französischen Kriegsministerium in Paris, insbesondere der Originalpläne zur planmäßigen Erschließung der französischen >Realfestung Mont Royal<, erbaut von Vauban, dem Festungsbaumeister des >Sonnenkönigs< Ludwig XIV., hier auf dem Tafelberg gleichen Namens über Traben-Trarbach. Unter seiner Leitung und mit Hilfe durch ehrenamtlicher Helfer, führte er entsprechende Grabungen durch und legte in den Jahren 1929-1937 die Reste der ehemaligen Festung >Mont Royal< frei. Er gründete und eröffnete das Mittelmoselmuseum und ergänzte den Museumsbestand mit seiner umfangreichen Privatsammlung. Für diese unermüdlichen Arbeiten, wurde Dr. Spies anläßlich seines 75. Geburtstages im Jahre 1973, mit der Verleihung der Ehrenplakette des Landkreises Bernkastel-Wittlich, geehrt. Im Jahre 1975 verstarb Dr. Spies an den Folgen eines Verkehrsunfalls.
Sein Leben waren: die Grevenburg, der Mont Royal und das Mittelmoselmuseum !
Der < Arbeitskreis Nachlass Dr. Spies >, ist bestrebt, seinen schriftlichen Nachlass – insbes. zu den Projekten Mont Royal und Grevenburg – aufzuarbeiten, unbekanntes zu finden und zu erforschen und für die Nachwelt zu archivieren. Das Fernziel ist der Aufbau eines Stadtarchiv’s.
Wie kam es zu der Gründung eines solchen Arbeitskreises ?
Ausgangspunkt dafür war das Vauban-Symposium in Saarlouis 2007, auf dem Kontakt aufgenommen wurde mit Saarlouis, der Uni Trier und verschiedenen Vauban-Experten aus Frankreich, Luxemburg und Belgien. Diese Kontaktaufnahme führte 2008 zum Mont Royal Treffen in Traben-Trarbach.
Pläne, Zeichnungen, Karten und Dokumente standen zu diesem Zeitpunkt nicht im wünschenswerten Umfang zur Verfügung und somit wurde der Wunsch deutlich, einen Zugang zum Nachlaß Dr. Spies, – der sich im Museum und auch im Hause Spies – befindet, zu bekommen, um endlich aufzuarbeiten, wozu Dr. Spies selbst nicht gekommen ist. Aus der Zusammenarbeit von L. Reichardt u. P. M. Sündermann (Dokumentation Mont Royal, Flyer Mont Royal und Beschilderung der Festungsreste) entsteht mehr und mehr das Bedürfnis, freien Zugang zu wohl gehüteten Unterlagen (Museum und anderswo) über den Mont Royal zu bekommen. In Absprache mit der Frau E. Stolte wird dieses Anliegen an die Stadtbürgermeisterin von Traben-Trarbach herangetragen, die im November 2009 einen Kreis von Mont Royal Freunden zusammenruft. Am 4. November 2009 wird der Arbeitskreis < Nachlaß Dr. Spies > gegründet. Ein erster Teil von Dokumenten zum Thema Stadtgeschichte - Museum - Grevenburg - und Mont Royal, steht dieser (noch) kleinen Gruppe zur Verfügung und wird gesichtet, geordnet und für eine Archivierung vorbereitet. Fernziel dieser Tätigkeit ist die Einrichtung eines Stadtarchivs.
Ein mit den bestehenden Mitteln (Finanzen und Arbeitskraft) realisierbares und vorerst auch angestrebtes Ziel ist das Anlegen eines Mont Royal Dossiers, das alles über die Vauban-Festung erfasst, was vor Ort, aus der Literatur und durch Kontakte mit in- und ausländischen Festungsexperten zusammengetragen werden kann.
Quelle: Festschrift 100. Geburtstag Dr. Spies u. AK
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